Die Initiative verspricht - und wird schwer Wort halten können.

Auf dem Spiegel ein grosses rotes Fadenkreuz "Frauen sind die ersten Opfer" Ja zu der Waffenschutzinitiative! "Frauen sollen in einer Partnerschaft sicher sein und darum gehört die Armeewaffe nicht unters Ehebett", ein niedergeschossener Teddy. Angst schüren und Gefühle wecken.

Aber mal aus einem neutralen Blickwinkel betrachtet:
Munition ist schon länger keine mehr da - bei einer Eskalation geht er also erst zum Zeughaus, "lehnt" sich Munition aus und geht nach Hause um sein Werk zu vollenden? Und das alles hört auf, sobald die Waffe ausgelagert wird? Sind wir ehrlich, wissen wir das bei einer Eskalation eher zum naheliegenste gegriffen würde, ein Messer z.B. Solche Übergriffe werden nicht enden, sie werde nur anders, die Statistik zeigt eine Nullbillanz, aber nicht weil das Problem gelöst wurde, sondern weil sie sich verschoben hat.

Ebenfalls die Selbstmordratte. Eine Vielzahl könne verhindert werden. Ich bin da eher skeptisch - die Möglichkeiten sich umzubringen beschränken sich nicht auf eine Waffe. Auch hier wird nur statistisch verschoben.

Unnötig ist zu betonen das mit der Initiative Illegale Waffen weiterhin ihre Runde machen werden.

Für die Armeewaffe unter dem Ehebett spricht auch nicht viel. Eine Krise wird der Schweiz nicht bevorstehen. Das einzige was dafür spricht, ist wenn es trotz aller Neutralität zu einer Krise kommen würde, wäre keiner fähig mit der Waffe umzugehen, da das Obligatorische zwangsläufig auch abgeschafft wird. Und die meisten Armeewaffenbesitzer sind meistens alles andere als Waffennarren, wie suggeriert wird.

Die Initiative packt verschiedene soziale Probleme unter dem Titel Armeewaffe, der sich aber schlussendlich für mich einmal mehr als ein weiterer Anti-Armee-Versuch darstellt, als dass er die Probleme an der Wurzel anpacken würde. Es wird mit Angst gespielt, Gefühle werden hochgekocht, doch ändern wird sich nicht viel.

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