Es gibt kein Argument gegen die Kontrolle von Waffen.

Es ist hirnrissig zu glauben, man(n) brauche eine Waffe. Ganz unblauäugig sollte man davon ausgehen, dass unser demokratisch aufgebaute Staat Zustände zu verhindern weiss, in welchen sich jedeR einzelne selbst verteidigen müsste.
Selbstjustiz verstösst gegen das Gesetz.

Eine Waffe ist dazu da, ein anderes Lebewesen zu töten. Wer hat das Recht, über das Leben eines anderen zu entscheiden?

Schweizer haben bisher Waffen nur gegen sich selbst gebraucht (abgesehen von den Söldnern im Dienst anderer Staaten), immerhin nur über kurze Zeit hinweg und mit verhältnismässig wenigen Toten. Darf aber ein Bevölkerungsteil sich mit Waffen gegen einen anderen durchsetzen? Machen Bürgerkriege Sinn?
Ich verstehe etwas anderes unter "Vaterland verteidigen".

Todesfälle durch Schusswaffen in Friedenszeiten gehören abgeschafft. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es die Gesellschaft wünscht, Leute zum Abschuss freigeben zu können. Oder dass eine Einzelperson eine andere auslöschen darf aus persönlichen Gründen.

In Zeiten von geschürtem Fremdenhass stimmt es mich sehr nachdenklich, dass Waffen in fast jedem Haus vorhanden sind.

Es braucht deshalb eine Kontrolle, wem eine Waffe abgegeben wird bzw. wer auf welche Weise an eine solche gelangen kann. Die Armee hat hier ebenso Verantwortung wie der Staat. Die Bevölkerung muss geschützt werden (manchmal vor sich selbst), der Staat darf sein "Waffenmonopol" aber nicht missbrauchen.

46 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.