Die Armee nicht abschaffen, aber verkleinern, durchorganisieren und professionalisieren als kleine Spezialeinheit - Qualität über Quantität.

Seien wir ehrlich: Wer hätte heute ein Interesse, die Schweiz "einzunehmen" und wie würde das im 21sten Jahrhundert ablaufen?

Ausser der EU müsste jeder andere potentielle Feind erst einmal durch oder über die EU kommen, um bei uns einzudringen. Ich gehe davon aus, dass die EU eine derartige Verletzung ihrer Souveränität nicht dulden würde, womit wir auch i.S. Verteidigung von der EU profitieren, ohne einen Rappen daran zu zahlen... (Und sollte die EU selbst die Schweiz einnehmen wollen - guet Nacht am sächsi, dann könnten wir einpacken, mit oder ohne unsere gegenwärtige Verteidigungsorganisation...)

Die grössten direkten Bedrohungen, nicht nur für die Schweiz, sind heute wohl Terrorismus und Cyber-Kriminalität - und diesen beiden Erscheinungen ist nicht mit konventioneller Verteidigung beizukommen.

Was wir brauchen ist eine ausgezeichnete Vernetzung mit unseren Nachbarn und "Freunden" und eine kleine, starke, gut ausgebildete und höchst technologisierte Eingreiftruppe für Unvorhersehbares.

Ich plädiere NICHT für die Abschaffung der Armee, sondern für eine schlagkräftige, hochprofessionalisierte Organisation von vielleicht 30'000 Personen, wovon ein grosser Teil hauptberufliches Personal. Ein VBS-Budget von rund 4 Mia Franken würde da meilenweit reichen.

Terrorismus und Cyber-Kriminalität sind immer einen Schritt voraus und unberechenbar. Schnelles REagieren ist wichtiger, als eine bis an die Zähne bewaffnete konventionelle Miliz-Organisation.

Unsere jetzige Verteidigungsstruktur und Armee muss grundlegend überdacht werden, nicht als Flickwerk, sondern als Neuerfindung seiner selbst.

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