Sind weniger Waffen sicherer? „Weniger Waffen sind sicherer“ ist eine allzu einfache und nur auf den ersten Blick einleuchtende Formel.

Weniger Waffen sind nicht unbedingt sicherer. Es kommt auf die Umstände an: Man denke sich zwei Personen, jede mit einer Waffe. Nun nehme man einer Person die Waffe weg. Wird nun, weil weniger Waffen, die Sicherheit besser? Nein, die Unsicherheit wächst, zumindest für die waffenlose Person, weil jetzt die Abschreckung fehlt. Bewaffnete haben vor Unbewaffneten einen so riesigen Machtvorsprung. dass die obige Formel eigentlich nur im Grenzfall stimmt, wenn es dann überhaupt keine Waffe mehr gibt. Theoretisch ist die Sicherheit optimal, wenn alle gleich stark bewaffnet sind. Die grösste Unsicherheit pro Person herrscht dann, wenn in einem Kollektiv nur wenige über Waffen verfügen und die anderen nicht, oder wenn sie sich in den Händen von Verbrechern befinden, wie beispielsweise dort, wo die Mafia trotz oder wegen dem restriktiven Waffengesetz das Gewaltmonopol erlangt hat. Unsere Armeewaffen und die privaten Waffen in den Händen rechtschaffener und verantwortungsbewusster Bürger sind defensiv, also Schutz und Abschreckung gegen das Verbrechen. Das wird man vielleicht erst nach Annahme der Initiative erkennen, wenn dann die Gewaltverbrechen zunehmen.

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