Selbstverantwortung! Schüler B leidet NICHT unter der Absenz von Schüler A - ganz im Gegenteil - er profitiert davon, dass der Lehrer mehr Zeit für ihn hat.

Bei dieser Debatte geht es um die letzten Jahre des Gymnasiums - zu diesem Zeitpunkt sind sämtliche Schüler bereits aus der obligatorischen Schulpflicht herausgewachsen. Man kann also davon ausgehen, dass der Besuch dieser weiterführenden Schule weitgehend freiwillig und aus eigenem Antrieb erfolgt. Es sollte also gar nicht notwendig sein, dass hierfür überhaupt ein Reglement für Absenzen besteht - ich glaube alleine der Umstand dass es ein Reglement gibt verleitet dazu dieses zeitweilig zu brechen. (Das verleiht einem ein gewisses Machtgefühl.)

Ausserdem ist das Gymnasium im Grunde ja die Vorbereitung für das spätere Studium, bei dem auch niemand mehr kontrolliert, ob und wie regelmässig die Studenten anwesend sind. Entscheidend ist die Leistung - die Ergebnisse an den Prüfungen und nicht das absolut sinnlose Absitzen von Vorlesungen.

Ich bin der Ansicht, man sollte auch bereits an den Kantonsschulen ab Ende der obligatorischen Schulzeit aufhören mit Absenzkontrollen. Es liegt in der Verantwortung des Einzelnen, ob er von der Stunde profitieren will oder ob er sich anders auf die Prüfung vorbereitet.

Der positive Nebeneffekt dieser einfachen Massnahme ist, dass die Lehrer direkt von ihrer Kundschaft qualifiziert werden - ein guter Lehrer wird immer ein volles Klassenzimmer haben.

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