Nicht mit dabei sein, heisst nicht unabhängig sein. Dies illustriert die Eurokrise und der starke Franken, welcher unsere Exportindustrie gefährdet eindrücklich

Als Arbeitnehmer und Wähler der SVP wäre ich nach all Positionsbezügen der Partei zur EURO Krise irritiert und verunsichert. Namhafte SVP Unternehmer warnen inzwischen vor negativen Auswirkungen des starken Frankens auf die Wettbewerbsfähigkeit der Exportindustrie und damit auf einige tausend Arbeitsplätze in der Schweiz. Derweil unsere Nationalbank relativ erfolglos versucht hat mit EURO Zukäufen diesen gegenüber unseres Frankens zu stabilisieren. Was wiederum drei Tatsachen ans Licht bringt. Die Abhängigkeit der Schweiz gegenüber dem Euro-Raum, der begrenzte Einfluss der Nationalbank auf diese Krise und nicht dabei sein, heisst nicht unabhängig sein. Also haben wir ein ureigenes Interesse daran, dass der Euro die Krise möglichst bald und unbeschadet übersteht. Doch statt im IWF mitzuhelfen, in Europa vertrauen zu schaffen und unsere Kredite für eine potentielle Ausweitung der Krise aufzustocken, hat sich die SVP dagegen ausgesprochen. Dies im Wissen darum, dass die Schweiz bei ihren Kreditzusagen an den IWF noch nie einen Franken verloren hat. Ist dies eine verantwortungsvolle Politik gegenüber der Schweiz und den vielen Arbeitnehmern, die in der Exportindustrie angestellt sind? Die Frage, kann jeder für sich beantworten. Für die SVP scheint der Wahlkampf 2011 und die Bewirtschaftung ihrer Kernthemen wichtiger zu sein als verantwortungsvolle Lösungen im Sinne unseres Landes.

1 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.


Mehr zum Thema «Geld- und Währungspolitik»

zurück zum Seitenanfang