Die Krux liegt für uns und unsere Nachfahren darin, dass sich die globale wirtschaftliche Entwicklung noch viel zu wenig an nachhaltigen Standards orientiert...

Wir sind mobilitätssüchtig geworden. Auch weil der Stoff, die Mobilität zu günstig ist. Die vom Bundesrat geforderten Preisaufschläge auf Bahn und Strassenverkehr decken – wenn überhaupt – gerade mal den Unterhalt und den Ausbau. Die anfallenden externen Kosten sind damit aber bei weitem nicht gedeckt. Dass wir mit unserer Mobilitätssucht – dies gilt auch für Warentransporte – tagtäglich unseren Lebensraum zerstören, geht in unserer Konsumlust vergessen. Zusätzlich verlangt natürlich auch die Wirtschaft mehr und mehr Flexibilität. Wohlstandsgetriebene sind wir geworden. Wachstum um jeden Preis, den vor allem die Natur zahlt. Der Bundesrat müsste eigentlich – um uns auf radikale Weise von der Sucht zu befreien - Flugzeuge Autos, die Bahn usw. konsequent nach dem Verursacherprinzip besteuern. Dies wird aus zwei Gründen nicht passieren. Mobilität könnten sich „nur“ noch die Reichen leisten und wir wären wirtschaftlich nicht mehr wettbewerbsfähig. Die Krux liegt für uns und unsere Nachfahren darin, dass sich die globale wirtschaftliche Entwicklung noch viel zu wenig an nachhaltigen Standards orientiert. Dies heisst jedoch nicht, dass wir nichts daran ändern können. Wir sind alle Konsumenten und als solche haben wir schon heute die Möglichkeit nachhaltige Produkte und Dienstleistungen zu kaufen. Noch sind diese Bereiche in einer Nische, wir können dies ändern. Noch haben wir die Freiheit zu wählen, doch ändern wir nicht langsam die Richtung, so enden wir in einer Sackgasse ohne Wahlfreiheit.

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