"Noch ein unnützes Verbot?" lese ich oft in den letzten Tagen...

Mir scheint, ein Anteil irgendwo zwischen 52,9% und 57,7% der Schweizer Bevölkerung scheint folgendermassen zu denken:

"Schusswaffen per se sind nicht gefährlich. Erst wenn sie geladen und entsichert ist, den Hahn gespannt und einen ausländischen Finger am Abzug hat, dann ist sie tödlich. Noch toder als tod wird das Opfer sein, wenn der Schütze muslimische Wurzeln hat oder Sozialhilfe bezieht. Also wozu Waffen schärfer kontrollieren, mit dem Minarettverbot und der Deportationsinitiative haben wir doch die grossen Übel der Gesellschaft angepackt. Die paar hundert Selbstmorde und Familiendramen sind doch lächerliche Kollateralschäden - es geht schliesslich um was Grösseres, es geht um Schweizer Traditionen!"

Einerseits Forderungen nach z.B. einem Kopftuchverbot, weil "alle Kopftuchträgerinnen unterdrückt würden", andererseits ein demonstratives Wegschauen bei tagtäglicher Bedrohung von einheimischen Frauen. Wie lässt sich diese Diskrepanz erklären? Sind den Rechtsbürgerlichen die muslimischen Frauen etwa plötzlich näher als die Eigenen?

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