Unglaubliche finanzielle und strukturelle Übermacht der Gegner

Mit etwas Abstand gesehen, ist es erschreckend, mit welch ungleichen Spiessen dieser Wahlkampf ausgefochten wird. Dass die Initiative noch so gut steht, kann nur auf den Inhalt zurückzuführen sein. Die Idee, dass das Schiessgewehr in der Kaserne gehört, besticht. Hält sie aber auch den gut organisierten und mit enormen finanziellen Ressourcen ausgestatteten Angriffen der Gegner stand? Denn auf der anderen Seite steht eine erfahrenere und diszipliniertere Truppe. Einen viel schlimmeren Gegner kann man sich in der Schweiz beinahe nicht aussuchen.

2'500 Schützenvereine treten mit 68'000 lizenzierten Schützen an. Eine Truppe die diszipliniert und militärisch geschult, leidenschaftlich zum Angriff bläst.

Flankiert von hervorragend vernetzten bürgerlichen konservativen und alten Militärhasen, die im Sturmgewehr die Allmacht des Schweizer Volks sehen. Hartnäckig bezogen sie Stellung und machten aus einer Fortschrittsfrage einen links/rechts Grabenkampf.

Nach anfänglich kleinen Scharmützeln griff vor zwei Wochen auch noch die SVP ein. Im Gleichschritt und patriotisch fahren sie ihr gesamtes Arsenal auf. Ein Bundesrat, der von komischen Frauen redet und eine millionenschwere Plakat- und Medienkampagne, die von den besten Werbeexperten der Partei aufgezogen wird.

Unklar ist, an welchen Fäden die RUAG in dieser Schlacht zieht. Aber es wird einen Grund geben, warum die Gegner mehr als das 10-Fache an finanziellen Mitteln zur Verfügung haben.

Den Befürwortern bleibt nur eines, sie haben die bessere Antwort auf eine gesellschaftliche Frage.

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