Wollen wir die Stromversorgung der Schweiz in Zukunft gewährleisten, brauchen wir das Ersatz-KKW Mühleberg.

Es war ein langer Arbeitstag und es ist schon dunkel. Sie fahren mit Ihrem Auto auf einer beleuchteten Strasse nach Hause. Dort angekommen drücken sie den Knopf an ihrer Fernbedienung und schon gleitet das Tor zur Autoeinstellhalle lautlos auf. Sie parkieren Ihr Auto und betreten den Lift. In Ihrer Wohnung angekommen, wird der Lichtschalter gedrückt und der Raum erhellt. Da sie noch nichts zu Abend gegessen haben, kochen sie sich etwas. Den Rest des Abends verbringen sie gemütlich vor dem Fernseher.
Eine Selbstverständlichkeit? NEIN!

Gemäss Bundesrat soll der Stromverbrauch im Winterhalbjahr bis ins Jahr 2050 auf 45 TWh (+ 0.5% pro Jahr) liegen. Ich muss hier schon anfügen, dass die Einhaltung dieses Ziels fragwürdig ist, da wir durchschnittlich einen Anstieg von 1.8% zu verzeichnen haben. Im Jahr 2017 laufen die Import-Verträge mit Frankreich aus, ab 2020 ist das Ende der Betriebsdauer der KKW Beznau und Mühleberg absehbar. Momentan verbraucht die Schweiz ca. 38 TWh im Winterhalbjahr. Wir müssen uns bewusst sein, ohne Stromimporte hätten wir heute schon eine Stromlücke von ca. 10 TWh. Befürworten wir das Ersatz-KKW Mühleberg nicht, ist spätestens ab 2023 mit einer Stromlücke zu rechnen. Auch durch den Umweltschutz wird der Stromverbrauch weiter ansteigen, denn wir wollen immer mehr von Verbrennungsmotoren wegkommen und auf z.B. elektrobetriebene Autos umstellen. Das heisst: Der Stromverbrauch wird auch in dieser Hinsicht ansteigen.
Die Grünen und die SP sind gegen ein neues KKW, sie sind gegen die Erweiterung von Wasserkraftwerken, ja sie haben sogar Vorbehalte gegen Windräder. Wie stellt ihr euch die Stromversorgung der Schweiz in Zukunft vor?
Der Strom kommt nicht einfach aus der Dose, er muss produziert werden. Zudem ist die Kernenergie eine der Umweltfreundlichsten Methoden zur Stromproduktion.

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