Das ist kein Ausländerproblem sondern ein soziales Problem.

Kriminell werden aus meiner Sicht Personen…
… die keine Chance bekommen, auf ehrliche Weise Geld zu verdienen
… die eine ungenügende Schulbildung besitzen
… die unter problematischen Verhältnissen aufgewachsen sind
… die psychische Probleme haben
… die schlecht integriert sind

All diese Faktoren können auch auf SchweizerInnen zutreffen (sogar der letzte). Je mehr dieser Punkte zusammenkommen, desto gefährdeter sind Personen, auf die schiefe Bahn zu kommen.

Dass bei gewissen Delikten (wir reden jetzt nicht von wirtschaftlichen Delikten, bei denen die Deliktsumme ungleich grösser ist als bei anderen und die wahrscheinlich in erster Linie von Schweizern begangen werden…) der Ausländeranteil grösser ist, ist eine Tatsache.

Die einfache Erklärung ist, dass (viele/die meisten/alle, je nach persönlichem Dogma) Ausländer einfach Charakterschweine sind, die man am besten ausschaffen sollte.

Die kompliziertere Erklärung ist, dass zuwenig Anstrengungen geleistet werden, den betroffenen Personen zu helfen. Das heisst…
… keine Diskriminierung im Arbeitsmarkt
… bessere (nicht mehr!) schulische Unterstützung für schwache SchülerInnen
… Schulsozialarbeiter, um gefährdete Jugendliche rechtzeitig aufzufangen
… mehr Anstrengungen, Ausländer zu integrieren (z.Bsp. politische Mitsprachemöglichkeiten, aktive Integrationspolitik,…)
… usw.

Mit der einfachen Erklärung geht die SVP auf Stimmenfang.

Die SP versucht, die differenziertere Argumentation zu vermitteln. Leider werden da nur Wähler erreicht, die bereit sind, auf Argumente zu hören und welche die geistige Beweglichkeit besitzen, um Für und Wider abzuwägen. Das sind auch diejenigen Wähler, die eine funktionierende Demokratie möglich machen.

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