Diese Initiative ist Schall und Rauch. Sie verspricht und verschweigt zuviel auf Kosten einer wahren Sicherheit.

Gerademal 1/12 sind Armeewaffen, dennoch wird vermehrt über genau diese 250'000 Stück geredet. Sport- und Gelegenheitsschützen sowie Sammler sind von der Initiative genauso betroffen aber das wird unter den Teppich gewischt. Nicht ganz fair sowas.

Es sind also rund 3 Millionen Menschen hinter diesen Waffen, aber dies kommt nicht zur Sparche. Die Clubs, die Einrichtungen, die Arbeitsplätze welche verloren gehen - alles zwischenmenschliche eben - erscheinen nebensächlich und unwichtig. Indooranlagen oder Schiesskeller werden vorwiegend von Privatpersonen besucht - damit wäre nach der Annahme Schluss und solche Betriebe könnten für immer die Tore schliessen. (Keine SSV Lizenz)
Wer darf also heute eine Waffe tragen? Was muss erfüllte sein? Folgendes:

  1. Kein Strafregistereintrag wegen gewalttätiger Gesinnung
  2. Wenn keine Selbst- oder Drittgefährdung mit der Waffe besteht
  3. Vollendung des 18. Altersjahr
  4. Keine Entmündigung

Soldaten bzw. Stellungspflichtige werden ebenfalls überprüft und schon während des Rekrutierungsprozesses ausgesondert.

Was wird gegen die illegalen Waffen übernommen, die schliesslich für den grössten Teil von Verbrechen benutzt werden? Dies wird jedoch in den Medien selten hervorgehoben, was das Bild extrem verzerrt.

Mit blutenden Teddybären und Vätern welche mit einem Gewehr in der Hand bei der Familie stehen, stigmatisiert man alle Sport-, Hobbyschützen und Soldaten zu nicht zurechnungsfähigen Psychopathen. Eine unnötige Panik wird verbreitet welche als Argument schlicht unzulässig ist. Die Initiative streut uns Sand in die Augen - die Gesetze welche heute gelten werden missachtet und die Darstellung der Befürworter lässt vermuten, dass man jegliche Art von Waffe einfach so erwerben kann. Man sagt man wolle Jäger und Gelegenheitsschützen verschonen - dies ist jedoch schlicht falsch.

Wenn eine Bedrohung mit Schusswaffe für so viele Frauen eine Realität ist und nichts geschieht dann ist das Problem eher, dass man die geltenden Gesetze nicht kennt. Wer hier Schutz bietet ist die Polizei und keine scheinheilige Initiative. Wer eine Drohung mit einer Waffe ausstösst egal ob Hobbyschütze oder wehrpflichtiger Soldat, wird strafrechtlich verfolgt. Hier handelt es sich in erster Linie auch um ein Beziehungsproblem und kein Waffenproblem oder wollen wir später auch Beziehungen verbieten?

Tragische Ereignisse wie Selbstmorde werden auf das Instrument reduziert. Die Opfer und Hinterbliebenen werden für politische Propagandazwecke missbraucht und ausgeschlachtet. Die Situationen und Beweggründe hinter einem Freitod sind absolut egal und werden nicht ernst genommen, was mehr als nur geschmacklos ist. Zum Vergleich, die Selbstmordrate in Japan ist ausserordentlich hoch, jedoch herrscht dort ein absolutes Schusswaffenverbot. Ebenfalls, werden Exit und Dignitas auch verboten?

Nach dieser Initiative wird ein Messerverbot gefordert, die leise Kapitulation und das Eingeständnis, dass wir den Gewaltproblemen im Land nicht Herr werden und ratlos mit Verboten um uns werfen müssen. Da wir schlicht den Hintergrund dieses Ausbruchs nicht verstehen und lieber Symptome bekämpfen. Für die Nachhaltigkeit dürfen wir derweil eine Kerze anzünden, weil diese gestorben ist.

Dank dem stetigen Armeeabbau haben wir gerade noch 5 Logistikzentren, wo sind also die nahegelegenen Zeughäuser welche von den Befürwortern erwähnt werden? Wo sind die Systeme für die Lagerhaltung? Sollte man alle alten Zeughäuser wieder öffnen und mit besagten Systemen ausrüsten? Wo liegt der Kostenpunkt, für Personal, Dienstleistung, Systeme und Unterhalt? Gibt es hierfür einen Umsetzungsplan oder ist alles nur Spekulation und an den Haaren herbei gezogen?

Wer kann versichern, dass wir nicht wie Kanada enden und mit einem Zentralregister eine Kostenexplosion welcher keiner damals vorhergesehen hat heraufbeschwören? Im Nachhinein (August 2010) sagten 72%, dass sich die Lage in Sachen Waffengewalt nicht verbessert hat.

Warum ist der US Bundesstaat Vermont am zweitsichersten wenn sie doch eines der liberalsten Schusswaffengesetze haben? Das passt doch nicht ins Bild "mehr Waffen, mehr Tote" welches die Initianten malen.

Kann die Initiative denn wenigstens Amokläufe verhindern? Nein! Kein Gesetz der Welt kann das. Waffen werden vom Schwarzmarkt gekauft und auch diese Initiative könnte das nicht verhindern. Im Gegenteil, es wiegelt uns in eine Scheinsicherheit wo wir Signale und Anzeichen auf ein solches Ereignis ausschliessen weil wir uns zu viel Versprechen. Die Beobachtungen der Polizei zu melden ist hier wesentlich effektiver als zu glauben man wäre nach der Initiative sicher.

Was wird noch verschwiegen?

  • Die Initiative befürwortet die Abnahme von Eigentum. Der Staat zieht deine Habe ein ohne Entgelt, ähnlich einer Saats- und Regierungsform welche für eine klassenlose Gesellschaft wirbt.
  • Die Folgekosten (zweistellige Millionenbeträge) sowie Individualkosten werden ausgegrenzt. Man spricht nur von "tiefen" Initialkosten.
  • Legale Waffen werden auf dem Schwarzmarkt landen = Verbrecher Eldorado
  • Der Schützensport als Breitensport wäre für Jung und Alt gestorben.
  • Ein weiterer Schritt Richtung Armeeabschaffung
  • Misstrauen gegenüber unseren Werten und unseren Soldaten

Deshalb klar, NEIN!

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