Monetärer Druck auf die Mediziner muss vermieden werden, sonst verlieren die Patienten.

Auf die Höhe der Fallpauschalen wird es ankommen, glaube ich.

Ich war in meinem Leben ein einziges Mal vor ca 7 Jahren im Spital (Stadt ZH). Ein kleines Loch in einem Lungenflügel (ein Pneu), 11 Tage im Spital.
Zuwendung, Bedienung, Essen (3 Menues plus Vegetarisch), Gespräche mit 2 Chefärzten und dem Chirurg, waren fast spektakulär optimal. Ich kam mir vor, wie in den Ferien, kein Zeitdruck spürbar.
Fast täglich ein CT, die Lunge wurde auch von innen optisch angeschaut (Mikrokamera).

Etwas erregt meinen Fokus bezüglich des Themas der Debatte:

Es gab damals zwei Möglichkeiten zur "Reparatur":
Eine einfache schnelle (Talg einspritzen) und eine bessere (Lappen minimal intrusiv übereinander legen, Zwerchfell aufrauhen).

Die Aerzte haben mir die Wahl gelassen, und ich habe mich, nachdem ich 2 Tage lang den Service des Spitals frohgemut genossen habe, und meist auf meinem Notebook herumgetippt habe, schliesslich für die zweite bessere (-> teurere) Möglichkeit entschieden,

Schlussrechnung war etwa 25'000 Franken (erinnere mich nicht mehr genau, bezahlt: 700.- Franchise)
Sehr schön, keine Einwände :)

Mein Punkt:
Wenn die Pauschalen zu tief angesetzt werden, besteht dann nicht die Möglichkeit, dass in meinem Fall die Aerzte mir die teurere und bessere Möglichkeit verschwiegen hätten, und dazu gedrängt worden wären, die billigere, schnelle, aber mit Nachteilen versehene Möglichkeit (unsauberes Röntgenbild der Lunge in Zukunft) wählen zu müssen ?

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