Armee ja oder nein ist nicht die wahre Frage, die Frage ist deren Aufgabe, dafür bräuchten wir zuerst Transparenz.

Die Armee ist seit dem Mauerfall ohne Aufgabe oder besser: ohne Aufgabe die dem Staatswesen nützt. Ihre einzige Aufgabe ist im Moment der Erhalt der eigenen Strukturen und die Beibehaltung der Arbeitsplätze von irgendwelchen Berufsunteroffizieren und Berufsoffizieren.

Diese Tatsache kann auch in den jährlichen Wiederholungskursen beobachtet werden. Schlechtestes Kader und unmotivierte Soldaten sind Standard geworden.

Auf der Suche nach einem Sinn werden Übungen wie Aeorporto erfunden und Einsätze wie Ambacentro oder WEF geleistet. Alles Aufgaben, die die betreffenden Soldaten oft gar nicht wirklich leisten könnten.

Normalerweise werden Massnahmen aufgrund von Ursachen getroffen. Die Armee als Massnahme wird ohne Ursache oder in diesem Falle Bedrohung erhalten.

Ein weiterer Punkt sind die Kosten. Die Armee kostet nicht bloss ihre gerundeten 4 Mia. pro Jahr. Es sind die fehlenden 20% der EO-Kasse einzuberechnen, ob nun diese durch Arbeitnehmer oder Arbeitgeber bezahlt werden ist gleichgültig. Weiter sind in letzter Konsequenz auch die ersetzten 80% nicht einfach ersetzt, das sind Lohnminderungen, die jeder Arbeitgeber und wieder auch Arbeitnehmer, jeden Monat einzahlen. Dieses Geld geht an Investitionen und Löhnen verloren.

Ich bin kein Armeegegner aus Prinzip und erst recht kein träumender Pazifist. Ich frage aber: wissen wir was wir hier tun?

Um bürgerliche Politik glaubwürdig zu erhalten, muss man sich ernsthaft fragen, ob es nicht wirkliche Argumente für diese Armee gibt. Und falls es diese gibt, wie holt man wieder die besten Führungspersonen in die Armee? Wie finanziert man diese Armee? Falls die Antworten auf diese Fragen nicht positiv sind, muss man sich gerade auf bürgerlicher Seite über Kostensenkungen bei der Armee ernsthaft Gedanken machen.

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