Keine zweite Weihnacht für Basel-Stadt!

Ein tiefrotes Budget des Kantons Basel-Landschaft bildet lediglich ein Warnsignal für einen überlasteten Staatshaushalt in den kommenden Jahren. Zu viele neue Ausgaben wurden unbedacht vom Landrat abgesegnet, zu viele Folgekosten anstehender Investitionen schlicht nicht berücksichtigt.
Doch kein Silberstreif ist am Horizont auszumachen. Nun steht trotz finanzieller Schieflage eine längerfristige Erhöhung des Subventionsbeitrags für das Theater Basel im Umfang von 17 Mio. Fr. an. Dieser immense Betrag entspricht auf jährlicher Basis beinahe einer Verdoppelung der Zahlungen und muss von jedem einzelnen Steuerzahler im Baselbiet getragen werden. Äusserst unsozial, bedenkt man, dass man unter 100 Baselbieterinnen und Baselbietern erst einmal 5 finden muss, die regelmässig Theatervorstellungen besuchen.

Ist es gerecht, dass das Freizeitvergnügen einer geringfügigen Minderheit durch hartverdiente Steuergelder der Allgemeinheit finanziert wird? Ist es Aufgabe des Baselbiets, die übermütigen basel-städtischen Ambitionen eines elitären Welttheaters mitzutragen, ohne je nach Gegenleistungen dafür zu fragen? Ist es trotz einer strukturellen Überlastung des Staatshaushalts sinnvoll, sich über Jahre hinweg finanziell in diesem Ausmass zu binden? Ich meine NEIN. Kultur ist und soll zwar immer auf staatliche Unterstützung zählen können. Einseitige und unverhältnismässige Langzeit-Subventionen zum Vorteil einer gutbetuchten Minderheit sind aber um jeden Preis zu vermeiden.

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