Kosten und Nutzen in keinem Verhältnis und falsche Wirkung

In der heutigen Schweiz mit einem der schärfsten Waffengesetze der Welt, und fortwährenden Diskusionen über Budgetsenkungen beim VBS ist diese Initiative unangebracht.
Jeder Soldat kann seine Waffe freiwillig im Zeughaus hinterlegen, und während der RS bekommt man diese ja sowieso nicht nach Hause. Bei einer Annahme müssten die kompletten Armee-Waffen in einem Zeughaus (das speziell umgebaut werden müsste) eingelagert werden, was einerseitz wieder Arbeitskräfte, Platz, Lagersystem sowie ein ausgereiftes Sicherheitskonzept für die ensprechenden Standorte benötigen würde. Was ist besser, eine Waffe bei einem Bürger verstreut, oder hunderte von Waffen an einem zentralen, leicht zugänglichen Ort?
Desweiteren nützen die Armee-Waffen keinem etwas, da schon mehrere Jahre keine Taschenmunition mehr nach Hause gegeben wir.
Und als Schüler oder Berufstätiger dann einen ganzen Tag frei nehmen für das Obligatorischen zu schiessen?
Besser währe Verschlüsse und Schlagbolzen abgeben: Dies ist VIEL platzsparender, logistisch z.T jetzt schon möglich. Für das OP könnten den Schützenhäusern speziell gekennzeichnetes Meterial zur Verfügung gestellt werden... (dies währe nur eine Alternative)
Der einzige Pro-Punkt ist, dass sehr viele die Waffe an inakzeptablen Orten aufbewahren. Als Sportschütz kommt bei mir eine Waffe in einen Waffenschrank und nicht in einen Kleiderschrank.
Zum Schluss noch von der sportlichen Seite: Eine Annahme bedeutet für den 3. grössten Sportverein der Schweiz quasi den Tod, da jeder Sportschütz (der je nach dem mehrere Waffen hat) jede Waffe müste registeren, und einen "Nutzen-Schein" anfordern müsste. Wie bitteschön soll er das dan begründen? "Ich bin seit 20 Jahren Sportschütz und habe seit 20 Jahren ohne Zwischenfälle eine Waffe besessen und bedient, was mich weiterhin berechtigt eine zu besitzen?" Sorry, aber das ist ja mehr als lächerlich. Sportschützen könnten köchsten noch Waffen erhalten, wenn sie Olympia anwärter sind? Ach mist, woher nehmen wir dann den Nachwuchs, da ja kein Junger mehr eine Waffe (Standartgewehre, Sturmgewehre, Kleinkaliber...) bedienen und besitzen darf?
Momentan muss man sowieso für einen Kauf einer Waffe bei jedem Waffenhändler einen Waffenerwerbsschein vorlegen. Dieser zu bekommen kostet vorallem Zeit, da ein Straffregisterauszug und sonstige Kontrollen von der Polizei gemacht werden, und ebenfalls auch Geld. Und jetzt noch eine weitere Bewilligung? Wieviele von den Beführworten kennen unser Waffengesetz wahrscheinlich wiklich? Wohl nur ein Bruchteil.
Ein Auto hat ja auch fast jeder und mit diesem kann man Suiziede sowie Morde (Amokfahrten) begehen, und da werden unverständlicherweise bei gewissen Autofahrern immer noch ohne weiteres Führerausweise "verteilt"?
Die richtige Iniziative am richtigen Ort mit den richtigen Begründungen und Bedingungen, die nicht die falschen Ergebnisse "provoziert" unterschreibe ich gerne, aber hier ist das Konzept zu kurzsichtig und unüberlegt.

Achja, Volksfeste wie das Eidgenössische Schützenfest mit 500'000 Teilnehmern oder das Feldschiessen (welches das grösste Schützenfest der Welt ist) könnten auf diesen Grundlagen nicht mehr druchgeführt werden respekive verkümmern zu einem Gruppenfest.

Die illegalen Waffen werden mit dieser Waffe auch nicht weniger...

Der Staat sollte lieber die Steuergelder sinnvoller einsetzen (Schulen...).

Nur eine Meinung unter vielen. Kommt Zeit, kommt Rat und Weisheit.

3 Kommentare


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