Alle Schülerabgänger/innen sollten während der obligatorischen Schulbildung mindestens ein Jahr lang während zwei Wochenstunden politische Bildung erhalten.

Wir geniessen in der Schweiz das Privileg, viermal jährlich über politische Fragen befinden zu können. Damit dieses Recht sinnvoll ausgeübt werden kann, ist aber eine angemessene politische Bildung nötig.

Heute findet die Staatskundebildung sehr uneinheitlich statt, sogar innerhalb desselben Kantons. In gewissen Schulen besteht heute bereits das Fach Staatskunde, in anderen wird die Staatskunde in den Geschichtsunterricht integriert und der Umfang ist damit stark abhängig von der Lehrperson – dies ist unbefriedigend.

Es ist zwingend nötig, dass im Stundenplan ein isoliertes Fach Politische Bildung/Staatskunde integriert wird, welches während mind. einem Jahr zwei Stunden pro Woche unterrichtet und geprüft/benotet wird. Inhaltlich sollten die Grundzüge des politischen Systems der Schweiz (Institutionen und Prozesse auf allen Ebenen, Parteienübersicht etc.) sowie das kritische Auseinandersetzen mit den aktuellen Abstimmungsvorlagen im Vordergrund stehen, damit die Lernenden auf ihr Leben als Stimmbürgerinnen und Stimmbürger bestmöglich vorbereitet werden.

Durch diese Massnahme würden wir unseren politischen Mitwirkungsrechten auch den nötigen Stellenwert in der Bildung einräumen. Dies führt letztendlich zu einer Verbesserung der Qualität politischer Entscheide.

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