Die Unterschicht nicht noch mehr unter Druck setzen: Sozialhilfe beibehalten, Mindestlöhne einführen!

Bei allen Schwierigkeiten und Problemen: Die Schweiz ist ein reiches Land, und die Wirtschaft läuft sehr gut. Die Schweiz kann es sich daher leisten, auch Leuten mit wenig Geld ein Auskommen zu sichern, sei es über Löhne oder Sozialversicherungen. Und vor allem ist im Interesse der ganzen Gesellschaft, dass es keine wirkliche Armut gibt.

Es ist daher falsch, die Sozialhilfe zu kürzen. Die Sozialhilfe finanziert keinen Luxus, wie immer wieder behauptet wird. Die Sozialhilfe gemäss SKOS bezahlt z.B. keine Autos, wie man manchmal liest ( http://www.skos.ch/de/?page=faq/ ) und auch im Vergleich zur AHV mit Ergänzungsleistungen ist die Sozialhilfe tiefer: «Das Existenzminimum der SKOS liegt etwa so hoch, wie das betreibungsrechtliche Existenzminimum. Es liegt jedoch deutlich tiefer als jenes für Ergänzungsleistungen zu AHV/IV.»

Für die 380'000 «working poor», also Menschen die arbeiten aber durchschnittlich nur 19-20 Franken pro Stunde verdienen, braucht es auf der anderen Seite Mindestlöhne von – wie die Initiative verlangt – 22 Franken pro Stunde. Das sind 3-5 Promille der gesamten Lohnsumme in der Schweiz. Auch wenn es immer anders kommt als man denkt: Ich bin sicher dass die Schweizer Wirtschaft die Kosten des Mindeslohnes tragen kann. Und dass die Schweizer Gesellschaft profitiert, wenn es weniger «working poor» gibt.

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