Ist die Mindestlohn-Initiative als solches Sozial?

Die Initiative in dieser Form nicht tragbar weil es in der Sache die sozialen Kriterien nicht erfüllt. De facto; wird nun die Mindestlohn-Initiative durch den Souverän 1:1 angenommen; ist mit absoluter Sicherheit damit zu rechnen, dass die Arbeitgeber umgehend als Gegenmassnahme der dadurch grösser werdende Lohnaufwand durch Stellenkürzungen sprich Entlassungen vollziehen wird. Arbeitslosigkeit ist NIE sozial.
Was also ist wirklich sozial?! Eine Partei hat sich Selbstbewusst und Eigennützig die soziale Gerechtigkeit gross auf die Fahne geschrieben und glaubt nun anhand dieser Tatsache als absolute Experten zu gelten dürfen. Bei den entsprechend geführten Ansprachen ist es dann auch immer das Gleiche: Den anderen wird soziale Kälte unterstellt, während man sich selbst als ehrbare Gutmenschen sich gegenseitig auf die Schultern klopft. Ein solches politisches Verhalten unterstützt und fördert nur Arbeitslosigkeit, im gegenzug erweist sich eine höhere Arbeitslosigkeit als alles andere nur nicht als Sozial.
Wer sich aufrichtig und ehrlich eine faire Entlohnung der Arbeitnehmer wünscht, der wird um einen rigorosen politischen und wirtschaftliochen Kurswechsel nicht herumkommen. Dazu müssten aber unsere Damen und Herren aus Politik und Wirtschaft erstmal wieder erlernen, dass ALLE AN EINEM STRANG UND ERST NOCH IN DIE GLEICHE RICHTUNG ZIEHEN müssten. Dies scheitert jedoch bei zu vielen Persönlichkeiten schon im Ansatz, da sie dazu ihr profilneurotisches Gehabe ablegen müssten. Dazu sind aber die wenigsten betroffenen, warum auch immer, fähig. Als zusätzliches Hinternis ist noch die mangelnde Bereitschaft, Voraussetzung ein konsensorientiertes Denken zu Gunsten des Souverän zu entwickeln. Ich halte deswegen die ganze Diskussion und die Einführung der Mindestlohninitiative in der jetzigen Form als eine unüberlegte, übereiferte Reaktion einer politischen Minderheit und daher als solches überflüssig. Es ist mir sehr bewusst, dass ich mit dieser Aussage einigen mächtig auf die Füsse trete. Aber, haben Sie sich schon mal die Frage gestellt; Warum werden eigentlich die Arbeitsplätze im Dienstleistungsbereich wie, Detailhandel, Reinigungsgewerbe, Gastronomie etc. überhaupt so erbärmlich bezahlt, obwohl sie doch gar nicht im globalen Wettbewerb stehen? Oder sind wir, anhand der heutigen Gesetzgebung und den weltweiten Wirtschaftsfaktoren, wirklich in der Lage uns noch eine solche Initiative zu leisten?
Eine weitere Problematik bei der Mindestlohninitiative ergibt sich aus der Vielfalt der Betrugsmöglichkeiten. Das grösste und ebenso unsozialste Problem ist die Schwarzarbeit.
Zum Schluss ist im Teufelskreis der Lohn- und Kostenspirale noch in Betracht zu ziehen, wer zahlt unsere Mindestlohnforderungen? Sind nicht WIR als Arbeitnehmer am ende derjenigen Kette, die in irgendeiner Form dies alles finanziert?! Ist die Mindestlohn-Initiative als solches Sozial?

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