Die Schweiz ist zu klein für viele Parteien

Mein 5%-Hürden Vorschlag und ähnliches wird ja gerne mal verworfen, bevor man sich wirklich Gedanken dazu macht.
Auch meine Ansicht zu weniger Parteien. In dem Punkt erwarte ich hier auch keine Zustimmung, schliesslich sind hier die meisten irgendwie in einer Partei. Spannend ist nur, wenn man mit den Leuten auf den Strassen spricht (also ich eher in der Beiz), sagen die, das hat so viele Parteien, wie soll das noch gut gehen.

Anyway- das Mindeste was die Parteien tun können, ja müssen, ist vermehrt zusammenspannen.
Dass eine Fusion der FDP und CVP aus historischen Gründen schwer vorstellbar ist versteht sich von selbst. Aber diese Parteien sollten koalitionsartig zusammenarbeiten.
Mit der CVP, FDP, BDP und GLP haben wir auf nationaler Ebene 4 Parteien, die nicht grundlegend eine andere Meinungen haben.
Warum spannen die nicht mehr zusammen?
Warum spannen links die Grünen und die SP nicht mehr zusammen?
Wenn wir unsere Probleme, die Fragen für die Zukunft, tatsächlich lösen wollen, dürfen wir weder an unserem unersättlichen Kantöndligeist, noch an dem Parteiengezänk scheitern.
Kurz, der Föderalismus ist gut, aber er sollte nicht über dem Interesse der Schweiz stehen. Parteienvielfalt ist auch gut, aber es sollte im Bereich der Vernünftigen bleiben.

Für die, die interessiert sind noch meine Begründung, wieso viele Parteien das „Parteiengezänk“ nur verschlimmern.
Aber man ist nicht gezwungen…

Kleine Parteien bieten oft Nischenprodukte an. Sie bieten Themen, die sonst keine Partei so bietet. Aber anstatt, dass diese kleine Parteien ihre guten Ideen bei einer grossen Partei einbringen, gründen sie viele kleine Parteien und posaunen ihre Weisheiten in die Welt hinaus. Dies wiederum zwingt die grossen Parteien ebenfalls auf diesen Zug aufzuspringen und die Kleinen bei ihren Vorhaben zu stören. Die grossen ihrerseits kommen nicht weiter, weil die sich untereinander blockieren. Schliesslich hat ja jeder DIE Idee zur Verbesserung von allem.
Zudem sind die Politiker heute zu dünnhäutig. Wenn es unter dem Parteidach mal kracht, spricht man gleich von Parteineugründung, Abspaltung etc.
Ich glaube, wer in der Politik ist um Freunde zu finden macht eh einen Fehler. In der Politik hat man Macht, jeder möchte etwas davon abbekommen weil man so schliesslich näher dran ist. Da beklatscht man sich zwar gegenseitig, aber jeder hat das Gefühl, ich bin eh besser als der. Jeder der hier das Gegenteil sagt lügt wahrscheinlich.
Aus diesem Grund sehe ich auch nicht ein, warum in einer Partei immer alles harmonisch sein muss.
Die Demokratie beginnt nicht an der Urne oder auf dem Podium. Die Demokratie beginnt bei der parteiinternen Auseinandersetzung zu den einzelnen Themen.

57 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.


Mehr zum Thema «Parteien»

zurück zum Seitenanfang