Durch die Struktur des Internets ist ein verteilter Überlastungsangriff auf einen serverbasierten Dienst leider kaum zu bekämpfen.

Solche Überlastungsangriffe (DDoS) werden gerade von lose weltweit organisierten, politischen Aktivisten als Rachefeldzug gegen Unternehmen die Wikileaks die Zusammenarbeit aufkündigten eingesetzt. Als eine Art virtueller Sitzstreik (Infrastruktur oder Daten werden nicht zerstört, aber die Nutzung verunmöglicht) sollen diese Angriffe legitimiert werden.

Bei kleineren Angriffen kann man zwar die Angreifer gezielt blockieren, aber wenn sehr viele Angreifer oder ein grosses Netzwerk ferngesteuerter Rechner ins Spiel kommen, kann man dem Problem nur mit massiver und somit äusserst kostspieliger Lastverteilung auf viele Server beikommen. Unternehmen wie Amazon setzen solche Techniken ein und vermieten sie auch weiter. Die letzte Woche zeigte jedoch, dass auch diese Anbieter sich unter Druck gesetzt werden können.

Wie beim Terrorismus und Volksaufständen gibt es nur eine wirkliche Lösung: Die Anliegen der Aktivisten ernst nehmen und die Akteure politisch einbinden.

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