Etwas zu verbergen? Klar... meine Freiheit!

Fast jeder Gegner des Bankgeheimnisses bringt das Argument "Wer nichts zu verbergen hat..." vor. Dies ist ein "Totschlagargument", das ausschließlich darauf basiert moralisch überlegen zu wirken. Ein wirkliches Argument ist es nicht, denn es enthält keine Aussage.

Dazu beziehe ich hiermit Stellung.

Natürlich habe ich etwas zu verbergen. Nämlich mich, meine Privatsphäre, und meine Freiheit!

Bei dieser Debatte geht es auch gar nicht so sehr um das Bankgeheimnis, sondern allgemein um einen großen Schnitt tief in die (ohnehin immer weniger werdenden) Freiheiten.

Wenn heute das Bankgeheimnis fällt, ist damit ja nicht Schluß! Es geht immer weiter und weiter. Die Feinde der Freiheit werden immer etwas finden, bei dem man unmöglich dagegen sein kann, außer "man hat etwas zu verbergen". Heute Bankgeheimnis, morgen Briefgeheimnis, übermorgen Kameras im Schlafzimmer... Warum sollte man da gegen sein, oder hat man etwa etwas zu verbergen?

Die Freiheit wird einem nicht geschenkt, man muß für sie kämpfen. Immer, und immer wieder, und man darf niemals damit aufhören.

Deshalb muß das Bankgeheimnis bleiben!

Die Weißgeldstrategie hat damit überhaupt nichts zu tun, und kann parallel gefahren werden. Übrigens im perfekten Einklang mit der Ausschaffungsinitiative: Wer Schwarzgeld in der Schweiz anlegt, und auffliegt, der hat ebenso sein Gastrecht verwirkt wie ein anderer Krimineller. Sein Geld kann vollständig eingezogen oder an sein Ursprungsland überwiesen werden. Halbe-Halbe wäre auch ganz nett...

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