Verbote sind kontraproduktiv - für wirksame Regeln!

Anstatt Verboten sollten wir lieber ein wirkungsvolles Kontrollsystem einführen. Heute kann jeder 12jährige seinen grossen Cousin bitten, ihm ein Killerspiel zu kaufen. Dagegen muss vorgegangen werden. Es gibt Spiele, die in Kinderzimmern nichts zu suchen haben, einverstanden. Aber wir dürfen nicht generell von Killerspielen als "böse" und verachtenswert sprechen.

Deshalb benötigen wir zwei Dinge: Erstens Aufklärung der Eltern über Gewalt in Videospielen - damit die Eltern einschätzen können, was ihre Kinder spielen. Viele Eltern sind überfordert mit diesen Dingen - und dafür habe ich vollstes Verständnis: Wer nicht mit solchen Spielen aufgewachsen ist, wie meine Generation, kann kaum verstehen, was es damit auf sich hat.

Zweitens benötigen wir endlich griffige Regeln. Eine unabhängige Instanz, am Besten über Abgaben auf den Spielen bezahlt (anstatt wie heute meines Wissens von der Spieleindustrie) muss Alterslimiten festlegen. Bei sehr grausamen Spielen sollte es allenfalls gemäss dem deutschen Modell indiziert werden, d.h. Verkauf nur unter der Ladentheke an Erwachsene, Verbot von Werbung für das Produkt.

Aber: Erwachsene Menschen sind sehr wohl in der Lage, mit Gewalt in Videospielen umzugehen - und auch mit der Suchtgefahr. Deshalb: Keine Zensur, aber wirksame Regeln!

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