Winterthur braucht in Neuhegi ein neues Schulhaus für Kinder und nicht für die Verwaltung, Feuerpolizei, kantonalen Vorgaben und Architekturfans.

Die Grundlagen für die Planung des Schulhausneubaus Neuhegi sind durch die Zustimmung zum Landerwerb gelegt. Es steht nun der Ausschrieb des Projektwettbewerbes mit den entsprechenden Rahmenbedingungen an, womit die Grundlage für ein modernes Schulhaus, welches den Bedürfnissen der Kinder und Lehrpersonen entspricht, gelegt werden kann. Jetzt kann die Weiche gestellt werden zwischen einem „Schulhaus für Kinder“ oder einem Schulhaus, welches zwar von Kindern benutzt wird, aber eher für die Feuerpolizei, den Gebäudeunterhalt, die kantonalen Vorgaben und die Architekturfans (wozu ich mich allerdings auch zähle) gebaut wurde.
Damit in Neuhegi ein Schulhaus für Kinder entsteht, habe ich am 20. September eine schriftliche Anfrage bezüglich vorhandenem bzw. zu erstellendem pädagogischem Konzept für die Planung eingereicht. Es geht mir mit dieser Anfrage darum, dass Schule als Lebensraum, licht, luftig, leise, mit stimmungsvollen Farben, komponierten Materialien, eingebettet ins Grüne verstanden wird. Das Schulhaus soll als Lernort geplant werden, an dem unterschiedliche Unterrichtsformen stattfinden können, Zusammenarbeit der Lernenden und der Lehrpersonen erleichtert wird, Führungsaufgaben und Lehrerarbeit ihren Platz haben. Ich wehre mich gegen ein weiteres Schulhaus, welches an einen Bürotrakt, eine Kaserne oder ein Gefängnis erinnert. Gegen alle drei Architekturformen habe ich gar nichts auszusetzen, finde solche Bauwerke im Gegenteil ästhetisch, weil sie zeigen, für was sie stehen. Das sollte bei einem Schulhaus auch der Fall sein. Nicht unbedingt äusserlich, zumindest aber beim Raumprogramm im Innern.
Es liegt in der Hand der Departemente Schule und Bau, in Neuhegi ein „Schulhaus für Kinder“ zu bauen. Es wird deswegen weder teurer noch grösser noch dauert es länger. Es sind einfach andere Strukturen.

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