Man sollte den Text im Abstimmungsbüchlein vielleicht erst einmal durchlesen, bevor man hier die Initianten als "Rassisten" beschmiert... wäre irgendwie ratsam

Im Initiativtext sind klare Strafbestände aufgelistet, die demnach zur Ausschaffung führen sollen, was somit absolut nichts mit Rassismus oder Fremdenfeindlichkeit zu tun hat. Im Gegensatz zur (meines Erachtens nach fragwürdigen) Minarettinitiative zielt diese Ausschaffungsvorlage auf klare Sachverhalte richtet sich gegen bestimmte Verbrechen und nicht explizit auf eine Volksgruppe. Daher frage ich mich, ob diejenigen die hier grossartig alles als "rassistisch" beschimpfen wollen, sich überhaupt jemals die mühe gemacht haben, den offiziellen Text zu lesen oder ob alles, was das Sonntagsblickniveau übersteigt, zu hoch ist.
Rassistisch wäre, wenn es heissen würde: "Alle moslemischen Terroristen sollen nach Guantánamo geschafft werden..." Das würde explizit auf ein Volk zielen, was den Tatbestand an Rassismus erfüllen würde. Die Parole in dieser Abstimmung lautet jedoch: "Schwerkriminelle müssen nach Hause". Vorausgesetzt, auch die Schweiz wäre bereit, diejenigen, die solche Verbrechen im Ausland verüben, zurückzunehmen, beruht dies nur auf ein Gegenseitiges Prinzip und Menschen werden nach dem Verhalten und nicht nach der Herkunft beurteilt.

Geringfügigen Delikten wie leichte Verkehrssünden, irgendwelche Formalitäten oder selbst Delikten wie kleinere Ladendiebstählen folgt keine Ausschaffung. Somit kann also auch nicht die Rede davon sein von wegen "Auflauern bis jemand etwas begeht, um endlich einen Ausschaffungsgrund zu haben". Die Liste beschränkt sich auf wirklich schwerste Verbrechen wie Mord, Einbruch, Menschen- und Drogenhandel. Es handelt sich also um gefährliche Gewalttäter, die wir beim besten Willen wirklich nicht in unserem Land haben wollen.

http://riediker.blogspot.com/2010/11/straftater-nach-hause-schicken.html

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