Die Ausweisungs-Initiative ist überflüssig, sie löst kein Problem.

Tatsache ist: Migranten aus gewissen Gebieten sind häufiger straffällig, als solche aus anderen. Es ist aber kein Ausländerproblem, wie das durch die Initianten suggeriert wird. Vielmehr sind z.B. die Deutschen, auch Ausländer, weniger kriminell, als die Schweizer. Wenn wir das Kriminalitätsproblem lösen wollen, müssen wir nicht eine stupide Aufteilung in Menschen mit und ohne Schweizer Bürgerrecht machen, sondern wir müssen und mit den Ursachen des Problems beschäftigen. Wir müssen uns mit den Migranten auseinandersetzen, mit ihrer Situation im Heimatland, die sie hierher getrieben hat, und mit ihrer Situation in der Schweiz. Wenn es uns gelingt, diesen Menschen in der Schweiz Zukunftsperspektiven zu verschaffen, dann wird es automatisch weniger Kriminalität geben. Die Gewinner sind dabei nicht nur die Migranten, sondern die ganze Gesellschaft.

Aber dieser Weg ist viel schwieriger und setzt viel höhere Anforderungen auch an uns Schweizer, denn wir müssen uns zuallererst einmal mit diesen Menschen auseinandersetzen und sie und ihre Nöte verstehen. Dafür gibt es keine einfache Lösung, kein möglicher Verfassungsartikel, der alles erledigt. Vielmehr müssen wir mit Grundlagenforschung beginnen, und dann Schritt für Schritt auf diesen Erkenntnissen eine für alle Seiten vorteilhafte Lösung erarbeiten.

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