Wir brauchen eine Schule, welche die Kinder aufs Leben vorbereitet und kein Positionspapier mit rückständigen und nur auf die Wirtschaft bedachten Forderungen!!

Wenn man die Forderungen der SVP liest (s. Link unter "Darum geht es in dieser Debatte"), kommen altertümliche und äusserst traditionelle Vorstellungen von einer Schule zum Vorschein, die dem Bildungsniveau von lange vergangenen Zeiten vor der Aufklärung enstpringen. Es hat etwas Lächerliches und ich kann fast nicht glauben, dass man so was wiklich ernsthaft fordern kann...

Das Ziel der Schule sollte es sein, die SchülerInnen auf das weitere Leben vorzubereiten. Dafür sind Fremdsprachen, eine breite Allgemeinbildung, Sexualkundeunterricht, usw. unabdingbar! Es gibt nun mal verschiedene Sprachen, die Natur, unterschiedliche Lebensformen, auch wenn das gewissen Konservativen nicht passt. Die SchülerInnen werden all dem, was sie in der Schule lernen, im Leben einmal begegnen. Es ist doch eine Frechheit, ihnen ein traditionelles Familienbild aufzuzeigen und den Klimawandel in Frage zu stellen, wenn sie ausserhalb des Schulzimmers die Realität sehen und merken, dass es auch Homosexuelle gibt und die Umwelt offensichtlich zerstört wird und das Klima sich verändert.

Schule muss Schule fürs Leben sein und darf sich nicht an den Anforderungen orientieren, die uns die Wirtschaft aufzwingen will. Leben ist mehr als Arbeit und es ist doch äusserst demütigend, wenn man erfahren muss, dass alles, was man gelernt hat nur dazu beiträgt, den Gewinn eines Unternehmens zu maximieren und die Taschen der Kapitalisten zu füllen, doch Fähigkeiten und Wissen, um den Alltag und das gesellschaftliche Zusammenleben zu erleichtern, einem vorenthalten worden sind.

Fortschrittliche Lernsysteme, welche die SchülerInnen als mündige Menschen mit Verstand in den Unterricht integrieren und nicht nur stures Üben und Nachmachen, würden sicher funktionieren. Das Problem ist nur, dass die heutige Schule nicht darauf ausgerichtet ist und die Lehrpersonen nicht die dafür nötige Unterstützung erhalten. Stattdessen werden ihnen mehr administrative Bürden aufgelastet, Budgets gekürzt und Entscheidungskompetenzen entzogen. Eine moderne Schule beginnt mit einer umfassenden Bildung der zukünftigen Lehrpersonen, genügend finanziellen Ressourcen, damit die Lehrpersonen ohne Druck den SchülerInenn das für ihr Leben nötige Wissen vermitteln können und einer ausgeprägten Kommunikation zwischen Eltern und Schule. Lehrpersonen und SchülerInnen arbeiten in einer Athmosphäre des Vertrauens bestens zusammen und kommen weiter, denn beide wissen, was sie brauchen und eignen sich dieses Wissen an, wenn wir ihnen nur den Freiraum dazu lassen, ihre Bedürfnisse zu entwickeln, sie auszudrücken und zu erfüllen.

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