Wenn Christen ein «christliche Werte» propagieren, wollen sie uns damit sagen, dass nur Christen ethisch handeln können?

Christen propagieren gern «christliche Werte», um ihre Religion über andere zu erheben. «Gottlosigkeit» betrachten sie oft noch immer als Schimpfwort, wie z.B. Ulrich Schlüer in der Arena vom 29.10.2010.

Dabei ist «Gottlosigkeit» genau unser Lebenstil. Christen sind immer noch nicht bereit, das zu akzeptieren und uns zu respektieren, denn sonst würden sie freiwillig auf ihre Sonderrechte verzichten.

Betrachtet man den Stand der aktuellen universitären ethischen und filosofischen Diskussion, sieht man, dass Gott schon längst tot ist. Kein ernst zu nehmender Ethiker argumentiert heute noch mit Gott und seinem Willen. ... und «argumentiert» ist gleich das richtige Stichwort: Unsere Ethik ist ein Resultat des gegenseitigen Meinungs- und Werteaustausch. Unsere Ethik ist ein gemeinsamer Konsens, Resultat einer demokratischen Diskussion.

Heute wird niemand mehr ernst genommen, der sich auf die Bibel und die zehn Gebote beruft. Und um andere Menschen zu respektieren braucht es auch keinen Jesus, sondern angewandte Vernunft, damit ist das eine Selbstverständlichkeit.

Liebe Christen, unsere Werte sind weitgehend dieselben. Aber Eure Symbole wollen wir nicht!

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