Christliche Leitkultur mag vieles sein, nicht aber der heute herrschende Zeitgeist.

"Christliche Leitkultur" ist ein Begriff, der nie explizit definiert wird. Er wird oft im positiven Sinn benutzt und soll den Eindruck erwecken, Menschenrechte, Demokratie und Aufklärung seien dem Christentum zu verdanken. Im Gegenteil!
Stets musste für Fortschritt gegen die Kirchen angekämpft werden. Demokratie und Menschenrechte wären bei uns heute noch inexistent, wenn sich nicht Menschen immer wieder gegen die christlichen Dogmen gestellt hätten. Heute noch ist die katholische Kirche verantwortlich für Unmegen von Aidstoten jedes Jahr. Homosexuelle werden auf der ganzen Welt von Christen als Sünder betrachtet, weil die Bibel das sagt. Frauen werden diskriminiert, pädophile Priester geschützt und der Papst betet dafür, dass Juden zum Christentum konvertieren.
In der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts bekannten sich die katholische und die protestantische Kirche in Deutschland zu "Gott und dem Führer" und duldeten das grösste Verbrechen, das je begangen wurden. Geht man noch weiter zurück, stösst man auf Unterdrückung der Wissenschaft, Hexenverbrennungen und Inquisition. Alles begangen von der Kirche, gewaltige Verbrechen im Namen Gottes.
Dies alles ist Teil der wahren "Christliche Leitkultur" und nicht etwa Menschenrechte und Demokratie.
Deshalb will ich keine christlichen Werte, sondern aufklärerische und humanistische, die nicht Gott ins Zentrum stellen, sondern den Menschen, jeden Menschen, nicht ein "auserwähltes Volk".

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