Wenn kriminelle Ausländer nicht integrierbar sein sollen, wie kann man dann überhaupt kriminelle Schweizer resozialisieren?

Wenn es tatsächlich so wäre, dass Kriminalität bei Ausländern deren Integration verunmöglichen würde, dürften kriminelle Schweizer genauso wenig resozialisierbar sein. Der Grundgedanke bei unserem Justizwesen ist jedoch, dass Kriminelle nach dem Verbüssen Ihrer Strafe eine Chance erhalten, sich wieder in unsere Gesellschaft zu integrieren.

Wenn wir nun aber bei ausländischen Kriminellen hier eine Ausnahme machen und sie nachher aus unserer Gesellschaft verstossen, dann haben diese dazu keine Gelegenheit. Das würde für Ausländer den gesamten Charakter der Strafe ändern. Sie hätten dann keine Motivation Ihre Haftzeit durch gute Führung zu verkürzen oder überhaupt entlassen zu werden. Dadurch würde der Strafvollzug im Zusammenhang mit ausländischen Gefangenen viel aufwändiger und sicher auch teurer werden.

Daraus ziehe ich zwei Schlüsse: Die Initianten der Ausschaffungsinitiative zweifeln grundsätzlich die Idee der Resozialisierung von Kriminellen an. Und es soll hier mit zwei Ellen gemessen werden. Ausländer sollen härter als Schweizer für das selbe Vergehen bestraft werden. Das ist nicht gerecht!

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