Der «Steuerwettbewerb» sabotiert die Demokratie: Die Steuerbelastung soll demokratisch bestimmt werden, nicht in einem dubiosen «Wettbewerb».

Kantone und Gemeinden sind demokratisch kontrolliert. Volk und Parlament sollen also sagen können, welche Aufgaben vom Staat übernommen werden, und wieviel Geld dafür zur Verfügung steht. Dieses demokratische Prinzip wird durch den «Steuerwettbewerb» sabotiert. Die Höhe der Steuereinnahmen wird dann nicht mehr demokratisch bestimmt, sondern durch die Konkurrenzsituation gegen die anderen Kantone. Der Souverän wird dadurch quasi entmachtet.

So wird von den Bürgerlichen, die nicht sagen wollen oder können wo man sparen soll, wo Leistungen abgebaut werden sollen, auf den Steuerwettbewerb verwiesen: Man wolle ja nur das Beste für alle, aber weil Schwyz etc. so tiefe Steuern haben, müsse man halt auch Steuern senken (vor allem für Reiche), und die Budgets kürzen.

(Ein Beispiel für diese Art der Argumentation lässt sich auf http://www.sk.zh.ch/internet/sk/de/mm/2008/188-1.html finden; die Begründung für Steuersenkungen im Kanton Zürich: «Mit den vorgeschlagenen Änderungen kann die Konkurrenzfähigkeit des Kantons Zürich im interkantonalen Steuerwettbewerb verbessert werden.»)

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