Die Demokratie ist kein christlicher Wert. M.Schmidt-Salomon

Die Demokratie, die wir als selbstverständlich betrachten, ist keineswegs eine Errungenschaft der christlichen Kirchen. Schon gar nicht der monarchischen RKK. Sie setzt Freiheiten voraus, die Klerus und Erbadel - unter neuem Namen bis heute - ihren "Untergebenen" nicht zubilligen wollen. Meinungs- und Versammlungsfreiheit, das Recht der freien Rede, die Unabhängikeit der "Gewalten" im Staat. Die Demokratie verdanken wir den Griechen und mussten sie blutig etablieren und wir werden sie auch in Zukunft gegen rückwärtsgerichtete Kräfte verteidigen müssen. Die Demokratie wird von mündigen Bürgern gestaltet. Sie ist mehr als die numerische Mehrheit, sie ist die Summe vieler - hoffentlich qualifizierter - Einzelmeinungen.

Zuletzt haben sich die katholischen Kirchen im Sonderbundskrieg gegen den liberalen Staat gestellt, wie er sich schon damals in der Erziehung gestaltend zeigen wollte. Wie der Kruzifixstreit zu Triengen/Stalden zeigt, sind diese Schlachten nie definitiv geschlagen. Der Glaube ist Pivatsache. Der Staat "doesn't do religion". Nur so kann das friedliche Zusammenleben verschiedenster Weltanschauungen garantiert werden.

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