Steuersenkung im Trend? Mitnichten. Eine Recherche über die letzten drei Tage ergibt mind. 4 Gemeinden, die mit Steuererhöhungen (rote Budgets) rechnen müssen.

Was sollen die Aussagen der Initianten, dass wir in Thun unbedingt die Steuern senken müssen, weil wir im Vergleich schlecht da stehen? Eine kleine Recherche (nur im TT) über die letzten drei Tage hat ergeben, dass einige namhafte Gemeinden im Kanton mit finanziellen Problemen zu kämpfen haben und einige sogar eine Steuererhöhung ins Auge fassen.
So hat der GGR von Interlaken eben ein Budget mit einem Millionendefizit durchgewinkt - ohne Steuererhöhung. Allerdings scheint mir dort eher die Hoffnung als das Wissen vorzuherrschen: "Immerhin habe man bisher immer besser abgeschlossen als budgetiert, was auch für 2010 möglich sei." Bitte, das kann doch keine seriöse Finanzpolitik sein!
Genauso wenig wie in Köniz, wo die Steuern 2010 gesenkt wurden. Nun rechnet die Gemeinde in den nächsten fünf Perioden mit durchschnittlichen Budgetdefiziten von 6 Mio. PRO JAHR!
Auch Münsingen, Zollikofen ("Tiefrote Planung") und sogar Muri ("Steueroase ist am Austrocknen") werden die Debatten über eine Steuererhöhung führen (zugegebener Massen auf tiefem Niveau).
Das Parlament von Langnau hat hier einen weitsichtigeren Blick und hat den Antrag des Gemeinderates auf eine Steuersenkung zurückgewiesen. Dies auch auf Hinblick auf die anstehenden Investitionen.
Und hier appelliere ich an den mündigen Bürger von Thun: Auch wir haben einige Projekte im Köcher, die viele Investitionen erfordern. Also lasst uns faire (für alle Anspruchsgruppen) Steuern bezahlen, damit wir uns auch in Zukunft "was leisten können".

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