Der Pendlerstrom nimmt zu. Sollen Firmen eine Mobilitätssteuer entrichten, wenn Firmen regionale Arbeitsplätze durch Zentralisierung an einen Standort vernichten?

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht macht es für eine Unternehmung Sinn zu zentralisieren. Aus Verkehrs- und Umweltschutzgründen eher weniger. Es kann nicht sein, dass die halbe Schweiz jeden Tag zig Kilometer vom Wohnort zum Arbeitsort zurücklegen müssen. Jeden Tag pendeln Tausende von Bern nach Zürich und umgekehrt. Es sind aber eher mehr Berner, die nach Zürich reisen müssen. Leider wohnt nicht jeder beim Bahnhof Bern oder arbeitet beim Bahnhof Zürich. So entsteht schnell ein tägliche Pendeldauer von 4 Stunden! Das ergibt dann bei einer 42 Stundenwoche schnell eine Präsenzzeit von mind. 13 Stunden/Tag. So bleiben dann noch 11 Stunden. Schlafen sollte man auch, in der Annahme von 8 Stunden, was gesund wäre, bleiben dann noch 3 Stunden für Hobby, Einkaufen, Haushalt, Familie. An den Arbeitsort ziehen, ist man auch nicht immer bereit und ist bei der derzeitigen Wohnungsknappheit in den grösseren Städten auch nicht einfach, ausser man greift ganz tief in die Tasche. Darum frage ich mich, macht es Sinn, dass die halbe Schweiz jeden Tag zum Teil mehrere hundert Kîlometer zurücklegt? Ich persönlich ziehe für Bern - Zürich den Zug vor, da die Autobahn hoffnungslos überlastet ist und von 120 fahren nur noch geträumt werden kann. Da das viele so machen, sind auch die Züge hoffnungslos überfüllt. Viertelstunden Takt Bern Zürich ist auch nicht möglich, da das Schienennetz und die Bahnhöfe auch völlig am Anschlag sind. Darum, sollte nicht auch ein Umdenken der Wirtschaft statt finden? Sollten Firmen für ihre pendelnden Mitarbeiter eine Mobilitätssteuer entrichten, wenn diese ausserhalb der angestammten Wohnort Region arbeiten? Ich glaube nicht, dass man freiwillig pendelt.

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