Die Verbotsdiskussion missachtet die Tatsache, dass wir uns mitten in einer Phase des sozialen und psychischen "Umbaus" befinden.

Die Wurzeln liegen viel tiefer in der Zeit. Das Thema ist die medial verfügbare Gewalt, die seit dem Aufkommen der Bildmedien im letzten Jahrhundert Gewalt physisch und psychisch spürbarer macht. Die Gewalt in der Tagesschau weist eine andere Qualität als diejenige in den Games auf. Trotzdem trägt auch sie seit Jahrzehnten ihren Teil dazu bei, die Gehirne abstumpfen zu lassen.

Wobei auch das kein neues Phänomen ist, siehe die letzten beiden Weltkriege. Damals handelte es sich allerdings um instituationalisiertes, politisch genutztes Gewaltpotential (das der Mensch sowieso aufweist). Neu ist, dass Gewalt apolitisch ausgeübt wird, dass der Hooliganismus in den Köpfen der "Normalos" angekommen ist.

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