Ausschaffungsinitiative oder Gegenvorschlag-welches ist der bessere Weg für die Schweiz-oder ist beides nur Wahlkampf und bringt nichts, ausser Stimmenanteil?

Die Ausgangslage für die Initianten war wohl klar - man war wieder einmal auf der Suche nach Argumenten für einen Wahlkampf! Die Ausländer als Sündenböcke darzustellen war bereits erledigt und vom Volk mit der Zustimmung zur Minarettabstimmung auch bereits als Wahlkampfmotor bestätigt. Ein zu erreichendes Ziel musste noch formuliert werden, also besonn man sich darauf zu behaupten, man wolle die in der Schweiz begangenen Delikte von Ausländern minimieren. Also jetzt konnte die Initiative eingereicht werden! Weil die Initiative dermassen lausig formuliert ist, tut sich das Parlament schwer, diese für gültig zu erklären. Aber dies ist kein Problem für die Initianten, so bleibt man im Gespräch und das Thema wird warm gehalten. Um das Gesicht nicht zu verlieren, entscheidet der Rat, der Initiative einen direkten Gegenvorschlag zu unterbreiten. Der Rat ist bemüht, wenigstens diesen halbwegs Schweiz-konform auszugestalten und nimmt noch einen Integrationsartikel mit hinein. Wieder kein Problem für die Initianten, denn sie können ja nun auch noch den Gegenvorschlag bekämpfen und müssen nicht Stellung beziehen zu ihrem absolut wirkungslosen und nicht umsetzbaren Initiativtext.
Beide behaupten nun, ihr Produkt sei das wirkungsvollste und müsse demnach bei der anstehenden Volksabstimmung unterstützt werden. Sowohl die Initianten, wie auch die Befürworter des Gegenvorschlages haben also ihre Wahlkampfplattform. Winwin könnte man also denken; nein, beide haben den wichtigsten Player vergessen - das Volk!
Dieses hat genug von unnützen und nicht umsetzbaren Vorstössen und Vorlagen. Dieses ist nicht so blöd, zu glauben, dass wenn man einen Straftäter oder eine Straftäterin nach der Tat ins Ausland abschiebt, dann in der Schweiz weniger Straftaten begangen werden. Dieses glaubt nicht, dass eine Abschiebung überhaupt vollzogen werden kann. Das Volk lässt sich nicht mehr an der Nase herumführen. Das Volk muss keinen Wahlkampf machen. Das Volk kann entscheiden. Es wird sich dazu entscheiden, sowohl die Ausschaffungsinitiative und den Gegenvorschlag abzulehnen.

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