Steuerfussreduktion, koste es was es wolle. Dies die Forderung der SVP/FDP. Die Lösung für die Thuner Finanzen? Die Nachhaltigkeit bitte nicht aus den Augen verlieren!

Mir scheint die Diskussion hier etwas SVP-lastig. Kein Wunder sind alle hell begeistert von der Initiative.
Natürlich kann die Senkung des Steuerfusses zur Attraktivitätssteigerung von Thun führen. Der Erfolg wird aber sicher auf sich warten lassen. Und in der Zwischenzeit? Schulden machen und auf die erlösende Zuwanderung warten, kann ja auch nicht die Lösung sein. A propos Lösung: selbst die Vorprüfung der Initiative durch die Stadt kommt zum Schluss "Damit handelt es sich um eine einfache Anregung, die als solche bei Annahme der Initiative mit entsprechenden Beschlüssen umgesetzt werden müsste." Also enthält die Initiative keine Lösungen sondern nur Forderungen.

Roman Gimmel fragt nach dem richtigen Zeitpunkt. Den gibt es natürlich nicht. Aber bevor nicht die Disziplin in den Ausgaben hergestellt ist, sehe ich bei einem Einbruch bei den Steuereinnahmen schwarz für die Thuner Finanzen.

Und noch was zum Zeitpunkt: Wenn der Initiative ehre Absicht zugute kommen soll, dann hätte sie sicher nicht 2 Monate vor den Wahlen lanciert werden dürfen. Es geht den Initianten meines Erachtens (momentan) auch nicht um die Sache. Denn offensichtlicheren Wahlkampf gibt es wohl kaum.
Die Unterschriftensammlung wird ein voller Erfolg und wohl tatsächlich noch vor den Wahlen abgeschlossen sein. Wer kann schon gegen tiefere Ausgaben sein - vor allem wenn der Titel der Initiative so populistisch formuliert ist.

Nun denn, falls wir den Sprung ins Stadtparlament schaffen, werden wir sicher eine der Parteien sein, die tatkräftig an einer Lösung mitarbeiten wird - aber sicher nicht für eine Steuersenkung zu jedem Preis kämpft. Nachhaltigkeit ist für uns auch in ökonomischen Sinne wichtig.

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