Die öffentlichen Spitäler im Kanton Bern haben einen Sanierungsbedarf von über einer Milliarde Franken. Wer soll das bezahlen?

Die öffentlichen Spitäler wurden lange nur verwaltet und die kontinuierliche Erneuerung wurde vernachlässigt. Es grassierte die Meinung, dass wenn ein Spital saniert werden muss, die Öffentlichkeit schon dafür bezahlen wird. Die Rechnung haben wir heute zu begleichen.

Auch in der Spitalwelt ist heute modernes Untenehmertum Pflicht. Es geht nicht darum, ein Betrieb am Leben zu erhalten und bei Geldbedarf bei väterchen Staat anzuklopfen. Wenn ein Spitalmanagement mit seinen Einnahmen den Betrieb nicht voll und ganz finanzieren kann, so muss es ersetzt werden.

Es ist eine Herausforderung an die Politik, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Spitäler zu modern geführten Betrieben werden können. Spitallisten sind ein ungeeignetes Mittel dies zu erreichen, denn sie verhindern den gesunden Wettbewerb. Spitalllisten garantieren den Spitälern den Patientenzufluss und sind nichts anderes als Marktabsprachen, die auch bei Misswirtschaft die Einnahmequellen garantieren. In allen anderen Branchen würde hier die Wettbewerbskommission einschreiten.

Wollen wir das unterstützen und für diese Misswirtschaft bezahlen?

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