Fair ist nur, eine randomisierten Auswahl gleich dringender Fälle.

Ich hatte bereits das Vergnügen auf der Herz- und Gefässchirurgie des Unispitals zu liegen und die Klientel dort zu studieren. Das Traurige daran ist, dass es viele Stammkunden hat, die sich ihr Pump- und Leitungssystem weg geraucht und gesoffen haben. Der Balkon auf der Abteilung ist die Raucherecke und gleicht dem Ambiente des ehemaligen Platzspitzes oder Letten.

Soweit mir bekannt, ist eine Suchtmittelerkrankung ein Ablehnungsgrund. Doch ist die Entscheidung oft nicht immer eindeutig. Wer ist Alkoholiker oder Kettenraucher? In wieweit ist der Lebenswandel an der Erkrankung beteiligt? Und was wenn jetzt ein mehrfacher Mörder ein neues Organ bräuchte?

Eine randomisierte Auswahl wäre am fairsten, wenn man die Gruppe der dringendsten Fälle betrachtet. Eine Münze kann einem die Entscheidung abnehmen. Am Ende bleibt es trotzdem bei den Ärzten hängen und unsereins hofft dabei auf die Objektivität und Menschlichkeit des Arztes.

2 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.


Mehr zum Thema «Bürgerrechte»

zurück zum Seitenanfang