Fakt ist: Von den insgesamt 1624 Verkehrsunfällen in der Stadt Zürich im Jahre 2007 sind 7 (sieben!) wegen Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit

Als Politiker tut man gut daran, sich an die Fakten zu halten. Gemäss statistischem Jahrbuch der Stadt Zürich 2009 haben sich im Jahre 2007 (aktuellste Zahl) in der Stadt Zürich insgesamt 1624 Verkehrsunfälle ereignet (http://www.stadt-zuerich.ch/content/dam/stzh/prd/Deutsch/Statistik/Publikationsdatenbank/JB_2009_kapitel_11.pdf). Ganze 7 sind auf Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit zurückzuführen, alle anderen 1617 Verkehrsunfälle haben andere Ursachen, meist momentane Unaufmerksamkeit und anderes. Mit anderen Worten: Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit spielt in der Stadt Zürich als Unfallursache praktisch keine Rolle. Oder mit anderen Worten: Innerorts ist das Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit nicht so gefährlich, wie gemeinhin behauptet.

Falsch wäre die Behauptung, dass dank der vielen Geschwindigkeitskontrollen kaum Unfälle wegen überhöhter Geschwindigkeit passieren: Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit ist einer der häufigsten Verkehrsregelverstösse in der Stadt, so nimmt ja die Stadt Zürich jährlich rund 60 Mio. Franken Ordnungsbussen ein. Richtig ist viel mehr, dass trotz der vielen Radarkontrollen sehr oft die Höchstgschweindigkeit überschritten wird und deswegen trotzdem kaum Unfälle passieren.

Häufigste Unfallursache ist temporäre Unaufmerksamkeit. Also Ablenkung durch Beifahrer, Radio, an etwas anderes denken und den Kopf nicht bei der Sache haben, Blick in die falsche Richtung, etc. Dies zu kontrollieren ist jedoch kaum möglich. Zur Unfallreduktion tragen Radarkontrollen somit kaum bei, hingegen spülen sie Millionenbeträge in die Staatskasse.

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