Ich denke, dass wieder mehr Männer in den Bundesrat gehören!

Dass gerade Frau Bundesrätin Widmer-Schlumpf sagt:“ Es interessiert mich wirklich, wie jemand heutzutage auf diese Frage kommt“ (ob es fünf Frauen im Bundesrat vertrage), erstaunt wiederum mich nicht. Frau Widmer-Schlumpf hat sich mit einem Verrat an ihrer eigenen Partei (SVP) in den Bundesrat wählen lassen, obwohl sie noch am Tage zuvor jener versichert hat, dass sie das nie tun würde. Für mich eine hochbrisante ethische Frage. Ist das vielleicht eine gute für unsere Jugend vorbildliche Tat?
Die Geschlechterfrage als solches mag bezogen auf die Schweiz, bezogen auf Europa allein, wohl tatsächlich erstaunen, aber und jetzt ziehen wir die ganze Welt mit ein,- hat eine Schweiz, die mehrheitlich von Frauen regiert wird, in Staaten, in denen Frauen wie Vieh behandelt werden, überhaupt eine Chance, in einen kooperativen Kontakt zu treten und dabei noch ernst genommen zu werden?
Wenn ich an den Kopftuch-Auftritt von Frau Bundesrätin Micheline Calmy-Rey im Iran denke, dann bezweifle ich tatsächlich, dass dies ein staatsmännisches und in der Sache hartes und sicheres Auftreten war. Sie erschien mir da eher sehr unterwürfig.
Also Frau Bundesrätin Widmer-Schlumpf gestatten Sie mir bitte anzuzweifeln, dass Frauen für die obersten Aemter in unserem Staat ethisch und politisch reif und sicher genug sind. Ich meinerseits befürchte einen Untergang unserer direktdemokratischen Gepflogenheiten, wenn solche Frauen unsere Geschicke leiten. Auch Ihr Umgang mit unbequemen Initiativen lässt mich sehr daran zweifeln, dass Sie gewillt sind, das Volk als oberste Macht im Land anzuerkennen, resp. diese Tatsache aufrecht zu erhalten. Wenn zwingendes Völkerrecht nicht gilt, nun noch mit einem sogenannten europäischen, nicht auf Papier vorhandenem „Völker-Gewohnheitsrecht“ Initiativen zu kippen versuchen grenzt schon an eine verzweifelte Suche nach einem Strohhalm gegen das Volk.
Ich zitiere Sie: „Es wird überdies auch schwierig zu erklären, woher die Initianten die Legitimation nehmen, eine andere Umsetzung vorzuschlagen, als das Volk entschieden hat.“ Die Legitimation liegt darin, das nichts aber auch gar nichts auf ewig festgeschrieben ist. Das Volk kann jederzeit, die von ihm selbst gemachten Gesetze wieder in Frage stellen und damit gegebenen Umständen anpassen. Das bezieht sich auch auf die Umsetzung. Die Aufgabe der Volksvertreter ist es, eine Umsetzung, die wiederum eine Zu- resp. Absage des Volkes bedarf, dem Volke vorzulegen und nicht ein Hintertürchen für europakompatible oder selbstherrliche Entscheide zu finden.

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