Unabhängige Medien: Das Problem sind nicht Gratiszeitungen, das Problem ist das fehlende Geld.

Das Problem sind nicht die Gratiszeitungen. Der Unterschied bei den Gratiszeitungen ist lediglich, dass sie ihre Einnahmen nur aus der Werbung haben und nicht auch noch von Abonnementen.

Es ist eine Entwicklung unserer Zeit: Mit dem Internet verlieren Zeitungen an Bedeutung. Dadurch fehlt ihnen das Geld.

Das Resultat sind Grosseinkäufe, die dazu führen, dass viele verschiedene Medien einem Konzern oder einem Medienmogul gehören. Genug Zeitungen gäbe es schon noch, aber mittlerweile gibt es zu wenige Zeitungsbesitzer.

Der Geldmangel führt auch dazu, dass nicht mehr sorgfältig genug recherchiert wird. Eine Zeitung schreibt der anderen ab. Wenn eien Zeitung ein Thema aufgreift, sürzen sich die anderen ohne genügende Faktenprüfung darauf.

In vielen Berichten ist auch ersichtlich, dass die Journalisten keine Ahnung haben, wovon sie berichten. Sie fragen dann mal einen vermeintlichen «Experten», geben dessen Meinung wieder und das war's dann.

Oder wenn es um Meinungen geht, fragt man eine Partei, dann holt man noch eine Gegenmeinung und schustert das Ganze zusammen. Die eigentliche Arbeit des Journalisten reduziert sich auf das Sammeln und Zusammenschneiden von Aussagen.

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