Angst vor China ist unberechtigt. Ein Handelsabkommen dient beiden Seiten.

Billige Arbeitskräfte bringen nur bei Produkten einen Vorteil. die sich leicht bewegen lassen. Da sehe ich das Hauptproblem eher darin, dass die Transportkosten zu niedrig sind. Würde man die Umweltkosten miteinberechnen, wäre vieles auf diese Distanz nicht mehr so billig zu haben.

Des weiteren haben Chinesen eine ganz andere Vorstellung von Qualität. Vieles aus China ist zwar billig, aber unbrauchbar. Hier können wir Punkten, indem wir eben nicht auf den Billigzug aufspringen, sondern gute Qualität zu einem angemessenen Preis produzieren.

Ausserdem wird sich China weiterentwickeln, und damit werden auch die Löhne steigen. Ein Mercedes kostet überall auf der Welt in etwa gleich viel. In China hingegen wesentlich mehr als bei uns (wegen den Steuern). Wenn die Chinesen auch anfangen Mercedes zu fahren, und das tun viele bereits, dann werden sie sehr bald auch Löhne fordern, die nicht weit von unseren entfernt sind.

Die billigen Arbeitskräfte in China sind ungebildete und ungelehrte Hilfskräfte aus den Bauerndörfern in die Städte strömen. Diese können zwar einfachste Tätigkeiten praktisch zum Nulltarif besorgen, und wenn sie «verbraucht» sind, werden sie einfach weggeworfen, aber wie schon gesagt, anspruchsvolle Tätigkeiten und gute Qualität kriegt man auch in China nicht mit Billigstlöhnen. Ausserdem führt diese Form der Ausnutzung zu sozialen Spannungen; ewig wird das nicht so weiter gehen.

Von daher können wir uns ohne Angst China öffnen. Wir helfen damit vielleicht mit, China schneller auf einen grünen Zweig zu bringen.

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