Fussgänger dürfen den Vortritt nicht erzwingen

Ich kenne zwar die Verkehrssituation zu Stosszeiten auf dem Bahnhofplatz St.Gallen nicht aus eigener Erfahrung, wohl aber die Bahnhofplätze Bern, Basel, Zürich-Enge und einige mehr, die ähnliche Zustände haben, wie dies SG zu haben scheint.

In den Stosszeiten ist sich jeder selbst am nächsten. Man muss entweder auf den Zug/Bus springen oder rechtzeitig an den Arbeitsplatz kommen, ist in die Morgenzeitung vertieft oder in Gespräche mit Freunden verwickelt - oder man will ganz einfach als Fussgänger Herr der Strasse sein. Die Aufmerksamkeit ist auf ein Minimum reduziert.

Dabei darf man nicht vergessen, dass der öV an Fahrpläne gebunden ist und viele Fahrgäste befördern, die nicht unbedingt mit einer Notbremsung rechnen. Fussgänger(ströme), die durch ihr Verhalten die planmässige Abfahrt eines öV-Busses verhindern, sind verantwortungslos gegenüber sich selbst, dem Chauffeur, und den unzähligen Passagieren des öV. Sie riskieren ihre eigene Sicherheit und diejenige unzähliger Pendler, zu Gunsten einiger Sekunden "Vorteil" bei der Strassenüberquerung.

Deshalb: Augen auf, auch in der Rush-Hour, und nicht auf den Vortritt beharren - gegenüber dem öV ist man immer in einer schwächeren Position.

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