Jugendarbeitslosigkeit - das duale Bildungssystem stärken!

In seinem neuen Werk tritt Richard Sennet dafür ein, dem Handwerk wieder seine Würde zurückzuverleihen. Die Menschen sollten sich wieder der Welt der Dinge und der Pflege dieser zuwenden statt selber zu Dingen und Waren zu werden. Jugendarbeitslosigkeit führt mir einmal mehr vor Augen wie recht die Philosophin Hannah Arendt mit ihrem "animal laborans" hatte, dem modernen Menschen als arbeitendes Tier, der nur in diesem Wertsystem lebt, aber dem mehr und mehr die Arbeit ausgeht. Zudem: Es ist gefährlich Menschen nur dazu auszubilden, dass sie Dinge konstruieren, die sie dann überhaupt nicht mehr kontrollieren können (Atomenergie, Nanotechnologie, Gentechnologie etc.) Kompliziert, aber doch einfach. Was heisst das für die Jugendarbeitslosigkeit und nicht nur für die - ganz vereinfacht gesagt? Machen wir die Wallmartisierung Europas durch Bologna etc. rückgängig! Stärken wir unser duales Bildungssystem solange es dieses noch gibt. Stärken wir an den Primarschulen zudem wieder das Werken, das Kochen, das Bauen, das Flicken - wir werden sehen, wie nachhaltig solche Ausbildungen wirken und wie sehr wir von all diesen Fähigkeiten bis ins hohe Alter profitieren. Und ja: Stärken wir endlich wieder das Denken statt das Zählen!

1 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.


Mehr zum Thema «Sozialversicherungen»

zurück zum Seitenanfang