Ausschaffungsinitiative = Folter und Todesstrafe?

Ohne für oder gegen die Initiative Stellung zu beziehen, stelle ich mir in der Diskussion dazu immer wieder die selbe Frage:
Werden rechtskräftig verurteilte Kriminelle tatsächlich auch in Länder ausgewiesen, in welchen ihnen Folter oder Hinrichtung droht, wie vielfach argumentiert wird?

Selbst bei der Annahme der Initiative steht immer noch Art. 25 in der Bundesverfassung:
2) Flüchtlinge dürfen nicht in einen Staat ausgeschafft oder ausgeliefert werden, in dem sie verfolgt werden.
3) Niemand darf in einen Staat ausgeschafft werden, in dem ihm Folter oder eine andere Art grausamer und unmenschlicher Behandlung oder Bestrafung droht.

Somit ist doch die Argumentation in die Richtung "da können wir ja gleich die Todesstrafe einführen", o.ä. weniger sachlicher denn eher populistischer Natur. Oder irre ich mich da?

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