Länder, die die demokratischen Möglichkeiten ihrer BürgerInnen beschränken, verharren so, weil sie sich vor dem Missbrauch dieser Freiheiten fürchten.

Die BürgerInnen der Schweiz pflegten eine lange Tradition der vernünftigen Selbstbeschränkung. Sie haben sich das offenbar über Jahrhunderte in Anarchie ähnlichen Strukturen angeeignet. Sie haben ihre weitgehenden demokratischen Rechte und politischen Möglichkeiten nicht missbraucht. Auch die als Regierende in Bund, Kanton und Gemeinden abdelegierten, die besonders tüchtigen Menschen der Eidgenossenschaft, hielten sich zurück und missbrauchten ihre Macht äusserst zurückhaltend (bis auf die wenigen historischen Phasen wie etwa während des 2. Weltkrieges oder als willfährige kalte Krieger). Doch seit ein Einziger, ein selbsternannter Beauftragter und der Gesandte seiner Selbst das Land unsicher macht, gezielt die wohlgehütete schweizerische Demokratie zum Eigenutz wie ein Bodenschatz in einem Entwicklungsland ausbeutet, scheint die Schamgrenze gefallen zu sein. Die demokratische Unreifheit nimmt ihren Lauf als gäbe es keine Geschichte. Der Lack der Hochzivilisation entwickelt Risse. Der nicht ausgemistetet Augiusstall breitet sich über Täler und Landschaften aus, das Land verkommt zum Mündel Europas.

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