Der politischen Abnabelung der Stimmbürger müssen straffere Volksrechte gegenüber gestellt werden.

Ich sehe einen Grossteil des poltischen Unwillens und der Abnabelung der Stimmbürger darin, dass sie zuviel und oft über zu komplexe Themen ihre Meinung sagen sollten. Dies kommt einer gewissen Überforderung gleich, der entgegen gesteuert werden muss.

Vier eidgenössische Stimm- und Wahltermine pro Jahr, mindestens ebenso viele kantonale, und unzählige kommunale Abstimmungen und Gemeindeversammlungen sind zu viel! An der letzten Gemeindeversammlung meiner Wohngemeinde waren grad mal 78 Stimmbürger anwesend - 1,7 % der stimm- und wahlberechtigten Bevölkerung.

Stimm- und Wahltermine sollten auf 2 pro Jahr limitiert werden (auf allen politischen Ebenen) und im Frühling und Herbst stattfinden, um die Sommerferien und Weihnachtsstimmung nicht zu trüben... Zudem sollten gewisse Vorlagen nicht vors Volk kommen, da das Volk damit entweder sachlich überfordert ist (Quersubventionierung der Flugtreibstoffbesteuerung) oder nicht interessiert, da kein direkter Zusammenhang zum Leben des Individuums besteht.

Kommen solche Vorlagen vors Volk, riskieren wir Abstimmungsresultate gemäss Bauchgefühl oder Instinkt, was nicht unbedingt dem politischen Weiterkommen unseres Landes dient.

Gemäss dem Motto "weniger ist mehr" plädiere ich deshalb für eine Straffung der Volksrechte im Sinne von weniger Abtsimmungsterminen und einer Stärkung des Parlaments im Sinne, dass dieses gewisse Geschäfte in eigener Regie abwickeln kann, ohne Risiko eines Referendums, dass dann wieder zu einem Volksentscheid führen muss, über ein Thema, dass dem Volk "nichts bringt".

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