Was es braucht ist ein Paradigmenwechsel mit echter Gleichstellung der Geschlechter.

Die Kampagne greift nicht nur zu kurz, sondern ist Ausdruck von Hilflosigkeit im herrschenden paradigmatisch patriarchalen Selbstverständnis.

Was wir brauchen ist ein Paradigmenwechsel, die umfassende Gleichstellung von Frau und Mann. Wohlverstanden nicht die Gleichstellung der Frau mit dem Mann! Denn diese besteht für die Frau unter den herrschenden gesellschaftlichen Verhältnissen höchstens darin, sich dem patriarchalen System zu unterwerfen, dieses zu verinnerlichen, so, wie das beispielsweise bei "erfolgreichen" Politikerinnen und Geschäftsfrauen der Fall ist. Die Frauen-Karrieren-Erfolgsstories beruhen genau auf dem Faktum: "Denke wie ein Mann, verhalte Dich wie ein Mann", das reicht symbolisch bis zur Kleidung, dem dunklen Hosenanzug.

Gleichstellung sollte nicht nur zum Ziel haben, dass Männer "nett" zu Frauen sind und Frauen gleich viel Lohn wie Männer erhalten, sondern eben so sehr, dass typisch weibliche Kompetenzen z. B. eher Besonnenheit statt Risikobereitschaft, eher Konsensfähigkeit statt Dominanz, eher Konfliktbewältigung statt Kampfbereitschaft vermehrt und bestimmend Eingang ins Selbstverständnis der Gesellschaft finden.

Und davon sind wir weit enfernt.

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