Die Initianten ziehen wie Hassprediger durchs Land. Sie wollen eine Gruppe mit einem Verbot diskriminieren. Ein Verbot aber schafft nur Probleme!

Mir scheint, dass die Anti-Minarett-Initianten am Morgen die falschen Linsen anziehen und überall in unserem Lande nur noch Burkas und Extremisten sehen. Die Argumente, die teilweise aus dem Lager der Befürworter kommen, zeugen nicht nur von schlechtem Stil, sondern auch davon, dass sie die Bürger für dumm verkaufen wollen.

Die Lage ist klar: Bei uns leben Menschen verschiedener Glaubensrichtungen zusammen. Wer bei uns lebt, besitzt die gleichen Freiheiten und duldet dieselben Gesetze wie alle. Das gilt insbesondere für das wichtige Recht der Religionsfreiheit.

Unbestritten, dass wir auch mit Integrationsproblemen zu kämpfen haben. Diese haben vielfältige Hintergründe, aber bestimmt nicht nur eine Glaubensrichtung. Die SVP will uns tatsächlich weismachen, dass alle Probleme auf ein Symbol reduziert werden können. Mit einer Einschränkung im Baurecht, das die Muslime bei uns diskriminiert, wären daher laut Initianten die Probleme gelöst. Das Gegenteil ist der Fall: die wichtige Religionsfreiheit würde eingeschränkt. Eine Glaubensgemeinschaft würde diskriminiert und vor den Kopf gestossen. Dies schafft uns höchstens zusätzliche Probleme.

Höchst erfreulich also, dass es diverse Komitees und auch kirchliche Vertreter gibt, die sich für die Religionsfreiheit als zentralen Wert engagieren. Ein klares NEIN wäre ein starkes Signal dafür, dass bei uns alle Religionen einen Platz haben und alle Menschen gleich viel Wert sind. Das ist der erste Schritt zur Integration, der auch den Angstmachern gut tun würde.

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